Mittwoch, 21. September 2016

Legends of Tomorrow (TV-Serie)

Nun ist es also geschehen, die erste (neue) Fernsehserie, die mich auf diesem Blog zu einem Kommentar zwingt. Vor ein paar Jährchen hatte ich auf meinem alten Blog schon über die Verwendung der angeblichen deutschen Sprache in der amerikanischen Originalfassung von "Grimm" gelästert" und diesmal muss ich auch wieder lästern, meckern, stänkern. Sorry...

Wenn ich zum Inhalt von "DC's Legends of Tomorrow" mal eben die Serienjunkies zitieren darf:

In „Legends of Tomorrow“ steht Rip Hunter im Zentrum, der die Zukunft gesehen hat und sein Bestes versucht diese zu verhindern. Der Zeitreisende rekrutiert eine bunt gemischte Truppe aus Helden und Schurken, die eine unaufhaltsame Bedrohung stoppen sollen. Dabei ist nicht nur der Planet in Gefahr, sondern das Konzept von Raum und Zeit. Kann dieses zusammengewürfelte Team diese unsterbliche Gefahr aufhalten?

Ja, das trifft es ganz gut. Die Helden und Schurken sind allesamt bereits bekannt aus "Arrow" und "The Flash", soweit nichts Neues. Na ja, Canary's Kostüm ist jetzt Weiß statt Schwarz, weil sie versucht ja jetzt Gutes zu tun. Ja nee...

Ich will gar nicht lange um den heißen Brei herumreden, Serien mit Zeitreisen an sich sind ja nett und interessant. Aber wenn das Hauptthema der Zeitreiseserie das ist, dass die Zukunft bzw. die Zeitlinie geändert werden SOLL und es die Serie dann nicht SCHAFFT, weil alle zu blöd sind bzw. die Serie nach 5 Minuten zu Ende wäre... dann tuts mir leid, muss man sich so etwas ansehen?

Die Serie "Legends of Tomorrow" beginnt mit einem unsterblichen Feind (Vandal Savage), der seit dem alten Ägypten sein Unwesen treibt und bereits den armen Arrow mit Flash verbündet hatte. Damals wurden dann Hawk Girl und ihr Lover eingeführt und auf das Spin Off vorbereitet. Vandal Savage wurde da nämlich nicht besiegt. Wie auch, er ist ja angeblich unsterblich. Das alleine birgt schon Risiken, da muss sich der geneigte Autor immer jede Menge Zeugs ausdenken oder erwürfeln, um einen unsterblichen am Ende doch abzumurksen.

So, Rip Hunter (Hurra, Rory aus "Doctor Who"!!!!) stellt also ein Team zusammen, dass er auf sein Zeitschiff mitnimmt und dann reisen Sie im Pilotfilm schon mal ins Jahr 1975, weil der Computer berechnet hat, dass Vandal Savage da höchstwahrscheinlich auftritt und manipuliert werden kann.
Ähm ja... 1975. 1975.... das ist verdammt weit weg zum alten Ägypten. Warum Vandal Savage nicht vor 4.000 Jahren kalt machen? Ach ja, wir erfahren im Verlauf (dritte Folge, immer noch 1975), dass Rip es damals bereits EIN MAL ALLEINE versucht hat und blöderweise hatte er ein schlechtes Gewissen (von wegen Menschen töten und so), hat gezögert und die Wachen waren schneller.

Wer findet das Konzept der Serie bis hier her noch schlüssig oder auch nur ansatzweise interessant?

WARUM um alles in der Welt jage ich den Bösewicht im Jahr 1975 und nicht vor 4.000 Jahren? VOR Erreichen seiner Unsterblichkeit? VOR Korrumpierung in sein böses Ich. Ja vielleicht sogar schon als Baby oder - oh wartet, warum ist da keiner drauf gekommen? - VOR SEINER GEBURT? Hätte das die Zeitlinie so sehr zerstört? Keine Ahnung, das Thema wird zumindest in den ersten drei Episoden nicht ein einziges Mal behandelt.
Hätte man Vandal Savage FRÜHZEITIGST aus dem Verkehr der Geschichte enttfernt, hätte es jemand anderen gegeben? Hätte es alles auf den Kopf gestellt? Hätten wir dann eine andere Realität oder wäre alles so wie vorher nur ohne unsterblichen unglaubwürdigen Bösewicht mit lächerlicher Comicverfilmungsserie?

Ich weiß es nicht und die Macher von "Legends of Tomorrow" wissen es wohl auch nicht. Muss ich mir noch mehr Folgen ansehen um vielleicht eine Erklärung zu erhalten? Das Konzept der Serie ist so wie es bisher war (also von dem was ich kenne) absolut nicht überzeugend.
Muss ich mir noch weitere Folgen ansehen? Wird es besser? Schlechter kann es wohl kaum werden.... na ja, wer weiß.... es geht jetzt wohl erst mal in die 1980er *seufz*